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Phytoremediation

Aufgrund unserer Erfahrung in der Bioremediation und der Bodenrekultivierung verfügen wir über eine profunde Wissensbasis und darüber hinaus über firmeneigene Technik zur optimalen Bearbeitung und Vorbereitung des Bodens für eine anschließende Bepflanzung. Dazu gehören beispielsweise die Tiefenlockerung und die Applikation und Einarbeitung von Bodenhilfsstoffen. Des Weiteren können wir bei hohen, phytotoxischen Schadstoffbelastungen herkömmliche Sanierungstechnologien (z. B. Bodenaushub, Bioremediation) als vorbereitende Sanierungsmaßnahme bei Bedarf aus eigener Hand anbieten.

Was ist Phytoremediation?

Phytoremediation ist der gezielte Einsatz von Pflanzen zur Extraktion, zum Abbau oder zur Stabilisierung von Schadstoffen in Boden, Wasser und Sediment. Je nach Schadstofftyp und -lage greifen unterschiedliche Phytoremediationsmechanismen wie in folgender Abbildung kurz erläutert.

Hinzu kommen Pflanzensysteme wie "Constructed Wetlands" und "Vegetative Cover Systems" (VCS). Ersteres ist die Anlage einer durchfluteten Vegetationseinheit, die eine Dekontamination oder Qualitätsverbesserung des Durchflusswassers bewirkt. Bei VCS verhindert eine funktionsfähige und selbsterhaltende Vegetationsdecke die Migration von Schadstoffen durch Auswaschung und Erosion und unterbricht den Wirkungspfad Boden-Mensch/Tier.

Wie in folgender Tabelle zusammengefasst, kann Phytoremediation für unterschiedlichste Schadstoffklassen angewendet werden (Schwermetalle, organische Schadstoffe, Radionuklide). Entsprechend kommen unterschiedliche Pflanzenarten zum Einsatz (Kräuter, Sträucher, Bäume, Wasserpflanzen). Die Wirkungstiefe ist dabei auf den Wurzelraum beschränkt und beträgt bei Gräsern und Kräutern zwischen 20 und 180 cm Tiefe und bei Bäumen bis 18 m Tiefe.

Mechanismus

Medium

Schadstoffe

Pflanze (Bsp.)

Phytoextraktion

Boden, Sediment, Schlämme

Schwermetalle (Ag, Cd, Co, Cr, Cu, Hg, Mn, Mo, Ni, Pb, Zn)

Radionuklide (90Sr, 137Cs, 239Pu, 238, 234U)

Indischer Senf, Steinkraut, Acker-Hellerkraut

Sonnenblume, Hybrid-Pappel

Phytostabilisierung

Boden, Sediment, Schlämme

As, Cd, Cr, Hs, Pb, Zn

Indischer Senf, Hybrid-Pappel, Gräser

Phyto-/ Rhizodegradation

Boden, Sediment, Schlämme, Grundwasser, Oberflächenwasser

Organische Schadstoffe (MKW, PAK, CKW, TNT, Pestizide, PCBs)

Roter Maulbeerbaum, Hybrid-Pappel, Gräser, Rohrkolben, Armleuchteralge, Schwarzweide, Sumpfzypresse

Hydraulic Control

Grundwasser, Oberflächenwasser

Organische und anorganische Schadstoffe

Pappel, Weide

Vegetative Cover System

Boden, Sediment, Schlämme

Organische und anorganische Schadstoffe

Pappel, Gräser

Das entscheidende Argument für den Einsatz von Phytoremediation sind die geringen Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Sanierungsmethoden. Zudem wird die physikalische, chemische und ökologische Bodenqualität verbessert. Phytoremediationsmaßnahmen integrieren sich ins Landschaftsbild und besitzen damit eine hohe öffentliche Akzeptanz. Das größte Potential der Phytoremediation sehen wir in der Behandlung extensiver Flächen, wo andere Sanierungsmaßnahmen aus Kostengründen nicht möglich sind. Zudem eignet sich die Phytoremediation besonders als "polishing step" nach der Anwendung von herkömmlichen Sanierungsmethoden. Weiterhin empfehlen wir den Einsatz von Phytoremediation zur Stabilisierung von Schadstoffen im Medium und zur Vermeidung einer Schadstoffmigration.

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